
Podiumsgespräch | Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren
Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren
Ein Plädoyer für Völkerrecht und Menschenrechte
mit Wolfgang Kaleck
Moderation: Lutz Mükke
Die viel beschworene „regelbasierte Ordnung“ hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Wer setzt die Regeln? Und warum gelten sie so oft nur für die anderen?
Während große Teile der Welt seit Jahrzehnten erleben, wie Völkerrecht selektiv angewendet wird, wird im Westen plötzlich von „Weltunordnung“ gesprochen – als wäre das neu. Wolfgang Kaleck widerspricht. Sein Buch ist keine nostalgische Verteidigung, sondern eine schonungslose Analyse: Völkerrecht war nie neutral. Es ist Ausdruck von Macht – und zugleich eines der wenigen Mittel, um Macht zu begrenzen.
Seine zentrale These: Nicht das Völkerrecht scheitert, sondern der politische Wille, es anzuwenden.
Das Gespräch
Im Gespräch mit Lutz Mükke geht es um die offenen Konflikte unserer Zeit: Ist das Völkerrecht Werkzeug der Mächtigen oder Chance für die Schwächeren?
Warum verliert der Westen an Glaubwürdigkeit?
Welche Rolle spielt der Globale Süden in einer neuen Weltordnung?
Und: Was passiert, wenn sich das Recht des Stärkeren endgültig durchsetzt?
Ein Abend ohne Ausweichbewegungen.
Zum Autor
Wolfgang Kaleck ist Gründer des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und einer der profiliertesten Menschenrechtsanwälte Europas. Er ist Autor mehrerer Bücher u. a. von »Die konkrete Utopie der Menschenrechte« (2021) und »Law versus Power« (2018).
Er arbeitet dort, wo Recht und Macht kollidieren: in Verfahren gegen Folter, Kriegsverbrechen und wirtschaftliche Ausbeutung – oft gemeinsam mit Akteuren aus dem Globalen Süden. Seine Arbeit zeigt, dass Recht nicht abstrakt ist, sondern konkret durchgesetzt werden kann – wenn man es will.
Moderation & Veranstalter
Lutz Mükke ist Journalist, EdTech-Manager und Professor für Medien in Internationalen Beziehungen. Er analysiert globale Machtverhältnisse und mediale Verzerrungen, mit besonderem Blick auf Afrika. Zusammen mit Freunden initiierte er die Friedensinitiative „Leipzig bleibt friedlich!“, die das Ziel verfolgt, Leipzig als Weltfriedensort zu etablieren.
Warum man kommen sollte: Weil es unbequem wird. Weil einfache Antworten nicht reichen. Und weil sich gerade entscheidet, ob Recht oder Macht die Zukunft prägt.
Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten



