
Hardy Rittner ~ Chopins vergessene Cantilene
Die vergessene Cantilene
Frédéric Chopins missverstandene Virtuosität
© Frances Marshall
Hardy Rittner stellt die Chopin-Interpretation auf eine neue, fundierte Basis.
Wie klang Chopin – kantabel oder eher rhythmisch brillant? Mit dem Gesprächskonzert „Chopins vergessene Cantilene“ geht der Pianist Prof. Hardy Rittner dieser Frage nach und bietet einen Einblick in dessen Spielweise.
Rittners Schwerpunkt liegt in der Chopinforschung und klanglichen Umsetzung seiner Ergebnisse im Konzert. Basierend auf der Prämisse eines u. a. vom Belcanto beeinflussten Gesanglichkeitsideals auch im Virtuosen, bringt sein Buch „Die vergessene Cantilene. Frédéric Chopins missverstandene Virtuosität“ (Bärenreiter; Diss. zum Dr. phil.) bahnbrechende neue Erkenntnisse zur Aufführungspraxis, die sowohl ein grundlegend anderes Chopinspiel propagieren als auch zu der Einsicht führen, dass bisherige Referenzinterpretationen offensichtlich nicht dem entsprechen, was Chopin intendierte. Rittners Expertise spiegelt sich zudem in neuen Chopinausgaben wieder (gleichfalls Bärenreiter), die er durch Hinweise zur Aufführungspraxis und Fingersätze nach historischem Vorbild maßgeblich mitgestaltet.
Auf einem originalen PLEYEL-Flügel aus der Chopinzeit spielt der Ausnahmepianist in seiner unnachahmlich introvertiert-expressiven Manier eine Auswahl von Chopins Meisterwerken und erläutert seine wissenschaftlichen Forschungsergebnisse über deren besondere Gesanglichkeit anhand von Klangbeispielen.
Hardy Rittner lehrt als Professor für Klavier und künstlerische Forschung an der Musikhochschule Freiburg und gibt Meisterkurse im In- und Ausland.
PROGRAMM
Nocturne Es-Dur op. 9 Nr. 2
Nocturne H-Dur op. 62 Nr. 1
Impromptu As-Dur op. 29
Impromptu Fis-Dur op. 36
Impromptu Ges-Dur op. 51
Impromptu cis-Moll op. 66
(Fantaisie-Impromptu)
~ ~ ~ Pause ~ ~ ~
Mazurka e-Moll op. 41 Nr. 1
Mazurka C-Dur op. 56 Nr. 2
Mazurka c-Moll op. 56 Nr. 3
Etüde As-Dur op. 25 Nr. 1
Etüde f-Moll op. 25 Nr. 2
Polonaise-Fantaisie op. 61
BIOGRAFIE
Hardy Rittner zählt zu den Vorreitern auf dem Gebiet der Historischen Aufführungspraxis des 19. Jahrhunderts. Gleichermaßen ist er am modernen Konzertflügel zu Hause und mit Repertoire bis hin zu zeitgenössischer Musik zu hören.
Rittners Schwerpunkt liegt in der Chopinforschung und klanglichen Umsetzung seiner Ergebnisse im Konzert. Basierend auf der Prämisse eines u. a. vom Belcanto beeinflussten Gesanglichkeitsideals auch im Virtuosen, bringt sein Buch „Die vergessene Cantilene. Frédéric Chopins missverstandene Virtuosität“ (Bärenreiter; Diss. zum Dr. phil.) bahnbrechende neue Erkenntnisse zur Aufführungspraxis, die sowohl ein grundlegend anderes Chopinspiel propagieren als auch zu der Einsicht führen, dass bisherige Referenzinterpretationen offensichtlich nicht dem entsprechen, was Chopin intendierte. Rittners Expertise spiegelt sich zudem in neuen Chopinausgaben wieder (gleichfalls Bärenreiter), die er durch Hinweise zur Aufführungspraxis und Fingersätze nach historischem Vorbild maßgeblich mitgestaltet.
Konzerte führten Hardy Rittner in die meisten Länder Europas – in Deutschland u. a. Berliner Philharmonie, Konzerthaus am Gendarmenmarkt, Alte Oper Frankfurt, Kurhaus Wiesbaden, Tonhalle Düsseldorf, Historische Stadthalle Wuppertal, Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld – in die USA, nach Kanada, Südkorea, China und Taiwan.
Für das Detmolder Label MDG hat der zweifache Echo-Klassik-Preisträger das gesamte Solo-Klavierwerk von Johannes Brahms erstmals auf originalen Instrumenten der Zeit eingespielt; weiterhin umfasst seine Diskographie einen Live-Mitschnitt des ersten Klavierkonzerts von Brahms mit dem historisch informierten Orchester l’arte del mondo (Leitung: Werner Ehrhardt), sämtliche Chopin-Etüden sowie das Klavierwerk Arnold Schönbergs.
Rittner war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, des Cusanuswerks und des Herbert von Karajan Centrums Wien. In den Jahren 2009−2012 wurde er als stART-Künstler von Bayer Kultur gefördert. Nach dem Klavier- und Hammerklavierstudium bei Karl-Heinz Kämmerling und Siegbert Rampe am Mozarteum Salzburg führte ihn seine Ausbildung an die Universität der Künste Berlin, wo er neben dem Konzertexamen bei Klaus Hellwig ein umfassendes und sein interpretatorisches Schaffen nachhaltig bereicherndes Musiktheoriestudium bei Hartmut Fladt absolvierte. Weitere künstlerische Anregungen erhielt er u. a. von Christian Zacharias, Krystian Zimerman, Ivo Pogorelich, Maria J. Pires und Sylvain Cambreling.
Hardy Rittner lehrt als Professor für Klavier und künstlerische Forschung an der Musikhochschule Freiburg und gibt Meisterkurse im In- und Ausland.
KARTEN
Eintritt: 25 € | ermäßigt 20 €
Kartenreservierung über das u.a. Formular, telefonisch unter 0341 58615846 oder per Mail: event@gohliserschloesschen.de
Eine Veranstaltung der Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation


