
Alte Musik, unerhört jung | Bachs Ahnen
Alte Musik, unerhört jung | Bachs Ahnen
J.S. Bach im Dialog mit seinen musikalischen Vorfahren
Die Claviermusik Johann Sebastian Bachs hat seit jeher große Bewunderung erfahren und gehört sicherlich zurecht heute zum meistgespielten Repertoire im Bereich der Tasten-Musik.
Aber: Nichts kommt von nichts, und so ist es durchaus wert, die Musik von Bachs musikalischen Vorbildern näher unter die Lupe zu nehmen. Ein Streifzug durch die musikalischen Einflussgebiete Johann Sebastian Bachs nimmt Sie dabei mit auf seine Reisen nach Norddeutschland und gewährt Einblicke in seine persönlichen Notenbücher, in denen er Werke seiner Inspiratoren abschrieb – bekannt ist die Anekdote, nach der der kleine Bach als Kind heimlich bei Mondschein Noten kopierte. Elemente des fantasiegeladenen Stylus Phantasticus treffen auf französischen Klangrausch und Eleganz, Werke von Johann Sebastian Bach, Froberger, Buxtehude, Böhm, Pachelbel, Dieupart, Lebègue und Johann Christoph Bach entfalten eine vielseitige Klanglandschaft um den großen Komponisten.
Unser musikalischer Spaziergang durch die Galerie seiner berühmten musikalischen Ahnen zeigt dabei lediglich ein Bruchstück der schillernden Vielfalt der Clavierliteratur in Bachs Umfeld und führt uns vor Augen und Ohren, aus welch verschiedenen Musikkulturen er schöpfte…

Programm
Dietrich Buxtehude (1637 – 1707)
Toccata in G
Johann Pachelbel (1653 – 1706)
Ciaconna in C
Johann Jacob Froberger (1616 – 1667)
Toccata in d
„Dialogsuite“ in F
Nicolas Lebègue (1631 – 1702), Johann Sebastian Bach (1685 – 1750), Charles Dieupart (1676 – 1751), Georg Böhm (1661 – 1733)
Prélude non-mesuré (Lebègue)
Allemande (J.S. Bach, aus Partita del tuono terzo)
Courante (J.S. Bach)
Courante (Dieupart)
Sarabande et son double (Böhm)
Gigue (Dieupart)
Chaconne (Lebègue)
Johann Sebastian Bach nach Johann Adam Reincken (1643 – 1722)
Adagio in a-Moll
Johann Christoph Bach (1642 – 1703)
Aria Eberliana pro dormente Camillo variata (Auszüge)
Johann Sebastian Bach
Toccata g-Moll
Besetzung
Julius Lorscheider / Historische Tasteninstrumente
Biografien

Julius Lorscheider © Mara Winter
Julius Lorscheider hat Cembalo, Generalbass und Improvisation bei Bob van Asperen, Menno van Delft und Kris Verhelst in Amsterdam, bei Jean-Marc Aymes, Yves Rechsteiner und Dirk Börner in Lyon und bei Jörg-Andreas Bötticher und Andrea Marcon in Basel studiert, sowie Orgel bei Pieter van Dijk. Er ist Cembalist des Ensembles Luceram der französischen Violinistin Hélène Schmitt, mit dem er 2022 eine Bach-CD aufnahm. Von 2020-23 war er als Mitglied des Ensembles musica getutscht mit Künstler:innen wie Emma Kirkby, Marc Mauillon oder Hana Blažíková u.a. in der Hamburger Elbphilharmonie zu hören. Mit dem Barockorchester formosa baroque konzertierte er 2023 in den wichtigsten Konzerthäusern in Taiwan, als Continuist mit u.a. dem Dresdner Kammerchor, Ensemble Mozaique oder dem belgischen Ensemble Musica Gloria trat er u.a. auf dem Arp Schnitger Festival Götheborg, dem Festival de Musique Baroque de Froville oder den Ansbacher Bachwochen auf. Solo-Rezitale gab er unter anderem auf dem Grachtenfestival Amsterdam und kleineren Konzertreihen wie „Musik in alten Heidekirchen“. Mit seinem Ensemble Exclamatio Consort und dem französischen Altus Arnaud Gluck war er 2024 u.a. auf dem Festival de Musique Sacrée de Nice zu Gast.
Karten
Eintritt: 20 € | ermäßigt 15 € | Kartenreservierung über das u.a. Formular, telefonisch unter 0341 58615846 oder per Mail: event@gohliserschloesschen.de
Wir danken
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