
Auftakt! ~ Next Generation
Auftakt! ~ Next Generation
Eine Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit der Hochschule
für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig
Zwischen lyrischer Innigkeit, virtuoser Klangentfaltung und zutiefst persönlichem Ausdruck zeichnet dieses Programm ein Panorama der musikalischen Spätromantik im mitteleuropäischen Raum. Die Werke von Richard Strauss, Antonín Dvořák und Bedřich Smetana stehen exemplarisch für drei Komponisten, die vor allem durch ihre symphonische Sprache bekannt wurden und hier in der Kammermusik eine konzentrierte, oft sehr persönliche Ausdrucksform finden.
Trotz ihrer zeitlichen Nähe entfalten die Werke sehr unterschiedliche musikalische Welten: von Strauss’ jugendlichem Überschwang über Dvořáks poetische Klangsprache bis zu Smetanas existenzieller Dramatik.
Richard Strauss schrieb seine Violinsonate Es-Dur Op. 18 im Jahr 1887 – ein Werk jugendlicher Leidenschaft und virtuoser Strahlkraft, das zu den Höhepunkten seines frühen Kammermusikschaffens zählt. Im selben Jahr traf er in Leipzig erstmals Gustav Mahler, ein Zusammentreffen, das ihn nachhaltig beeindruckte und künstlerisch anregte. Die Sonate verbindet spätromantische Klangfülle mit großer emotionaler Intensität; Zeitgenossen hörten darin auch die Nähe zu seiner späteren Frau Pauline de Ahna.
Mit der „Humoreske” Op. 101 Nr. 7 schuf Antonín Dvořák eines seiner bekanntesten Charakterstücke. Hinter der scheinbaren Schlichtheit entfaltet sich eine feinsinnige Mischung aus kantabler Melodik, tänzerischer Leichtigkeit und melancholischem Unterton – Ausdruck jener unverwechselbaren böhmischen Klangsprache, die Dvořáks Musik weit über Mitteleuropa hinaus bekannt machte.
Bedřich Smetanas Klaviertrio g-Moll Op. 15 bildet den emotionalen Abschluss des Programms. Nach dem Tod seiner Tochter Bedřiška entstanden, verbindet es persönliche Trauer mit eruptiver Dramatik und volksliedhafter Innigkeit und gilt als eines der eindringlichsten Werke der romantischen Kammermusik.
Programm
Richard Strauss (1864–1949)
Violinsonate Es-Dur Op.18 (1887)
I. Allegro ma non troppo
II. Improvisation (Andante)
III. Finale (Andante – Allegro)
Antonín Dvořák (1841–1904) – Fritz Kreisler (1875–1962)
„Humoresque” Op. 101 Nr. 7 Ges-Dur für Violine & Klavier
Bedřich Smetana (1824–1884)
Klaviertrio g-Moll Op. 15 (1885)
I. Moderato assai
2. Allegro, ma non agitato – Alternativo I. Andante – Alternativo II. Maestoso
3. Finale. Presto
Biografien
Sofia Semenina, Konzertpianistin, Kammermusikerin, Liedpianistin und Klavierlehrerin aus St. Petersburg, studierte 2012 bei Prof. Oleg Malov am Musikkolleg Rimski-Korsakow und anschließend am St. Petersburger Rimski-Korsakow Konservatorium, welches sie 2021 mit Auszeichnung absolvierte. 2021 kam sie nach Deutschland, um ihr Studium an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konstanze Eickhorst fortzusetzen. Nach einem erfolgreichen Abschlusskonzert durfte sie Anfang 2024 ihr Masterzeugnis mit der Note 1,0 entgegennehmen. Derzeit absolviert Sofia ihren zweiten Master im Fach Klavier-Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Prof. Boris Kusnezow.
Sofias Debüt mit Orchester fand 2009 mit dem 1. Klavierkonzert von F. Mendelssohn unter der Leitung von Mikhail Golikov statt, und 2015 stand sie mit dem Algirdas Paulavičius Symphonieorchester unter der Leitung von Alexey Vasiliev mit dem 2. Klavierkonzert von C. Saint-Saёns auf der Bühne des Konzertsaals des Mariinsky-Theaters.
Während ihrer Zeit in Lübeck nahm Sofia aktiv am Musikleben Schleswig-Holsteins teil und trat bei Veranstaltungen der Musikhochschule, des Brahms-Instituts, der Travemünder Musikfreunde, des Augustinums Mölln und anderer Veranstalter auf. 2023 wurde sie Finalistin im Steinway Klavierwettbewerb Hamburg, 2022 Finalistin beim Wettbewerb Verfemte Musik in Schwerin.
Sofias Leidenschaft für Kammermusik und Lied brachte sie 2024 an die Hochschule für Musik und Theater Leipzig, wo sie derzeit ihren zweiten Master im Fach Klavier-Kammermusik bei Prof. Boris Kusnezow absolviert. Weitere künstlerische Impulse erhält sie von Prof. Jacques Ammon und Prof. Alexander Schmalcz.
Die Pianistin verfügt über ein reichhaltiges Konzertrepertoire, das ein breites Spektrum europäischer und russischer Solo- und Kammermusik verschiedener Epochen umfasst und vielfältige Möglichkeiten für Konzertprogramme bietet. Ihre Auftritte führten sie als Solistin und Klavierpartnerin sowohl nach verschiedene Städte Russlands, als auch nach Polen, Tschechien, Griechenland, Italien, Frankreich, in die Ukraine, Schweiz, Niederlande und durch Deutschland.
Meisterkurse ergänzten ihre Ausbildung, u.a. bei Grigory Gruzman, Wolfgang Manz, Willem Brons, im Bereich Kammermusik bei Silke Avenhaus und Vineta Sareika sowie in der Liedgestaltung bei Klara Hornig.
Maya Kasprzak (*2005 in Hannover) stammt aus einer polnisch-japanischen Musikerfamilie. Zu ihren Lehrern gehören Julita Smolen, Wienczyslaw Kasprzak und Prof. Zakhar Bron, danach absolvierte sie ihr Jungstudium an der UdK Berlin bei Prof. Latica Honda-Rosenberg und studiert derzeit im Bachelorstudiengang an der HMT Leipzig bei Prof. Tobias Feldmann. Wertvolle künstlerische Impulse erhält sie u.a. außerdem von Maxim Vengerov, Prof. Stephan Picard, Prof. Mihaela Martin, Lisa Batiashvili und Prof. Barnabás Kelemen.
Als Preisträgerin einer Vielzahl von internationalen Violinwettbewerben (u.a. 1. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb Henri Marteau 2026, 3. Preis bei der International Carl Flesch Competition 2023, 3. Preis bei der Bartók World Competition 2023 und 1. Preise beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert Solo und Duo) trat sie bei diversen Musikfestivals auf, wie zum Beispiel beim Schleswig-Holstein Musikfestival, der Festival Academy Budapest, dem Con Spirito Festival 2025 und dem Shostakovich-Festival 2025 in Leipzig.
Konzerte mit renommierten Musikern wie Prof. Péter Nagy, Prof. Peter Bruns und Prof. Boris Brovtsyn und Dirigenten wie Lukasz Borowicz, Prof. Matthias Foremny und János Kovács in bedeutenden Konzerthäusern wie der Berliner Philharmonie, der Berlinischen Galerie, dem Nationalen Forum für Musik in Wrocław, der Historischen Stadthalle Wuppertal, dem „Krzysztof Penderecki European Center for Music“ in Zakliczyn und der Franz Liszt Musikakademie in Budapest bereichern ihre Konzerttätigkeit.
Seit Februar 2020 spielt Maya Alexandra Kasprzak die Violine „Joseph Gagliano, Neapel ca. 1790″, die ihr freundlicherweise vom Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben in Hamburg zur Verfügung gestellt wurde. Außerdem wird Maya Kasprzak seit Oktober 2024 von der Studienstiftung des Deutschen Volkes in ihrem Studium unterstützt.
Jinseok Jeong, den sein Mentor Kian Soltani als „einen Cellisten mit außergewöhnlicher Musikalität und bemerkenswerten technischen Fähigkeiten” beschreibt, ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter der Budapest International Cello Competition, der Antonio Janigro Junior Competition, der David Popper International Cello Competition und der Jan Vychytil International Cello Competition.
Der ungarisch-koreanische Cellist wurde zu namhaften Festivals eingeladen, darunter die Verbier Festival Academy, die Gstaad Festival Academy, die Seiji Ozawa Academy, IMS Prussia Cove und das NUME Festival. Im Mai 2026 nahm er als Junior am Kammermusikfestival in Kronberg teil, wo er gemeinsam mit Richard Goode, Gidon Kremer, Christian Tetzlaff und Antje Weithaas auftreten durfte.
Seit November 2025 ist er Stipendiat von „Live Music Now” Leipzig und spielt Konzerte für Menschen in Krankenhäusern, Kinderheimen, Seniorenheimen, Obdachlosenunterkünften und Gefängnissen in Leipzig.
Derzeit studiert er bei Professor Peter Bruns an der Hochschule für Musik und Theater “Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig. Künstlerische Impulse erhielt Jinseok von Frans Helmerson, Miklós Perényi, Ivan Monighetti, Gary Hoffman und Steven Isserlis. Frühere Lehrer waren u. a. Kian Soltani, István Varga und Zsuzsanna Antók.
Karten
Eintritt: 20 € | ermäßigt 15 € | Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre 10 € | Studierende der HMT 5 €
Kartenreservierung über das u.a. Formular, telefonisch unter 0341 58615846 oder per Mail: event@gohliserschloesschen.de
Partner
Die Planung und Durchführung der Veranstaltungsreihe AUFTAKT!
erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der Gohliser Schlösschen | Musenhof am Rosental gGmbH und der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.


